Ernst Rytz

Es gibt bestimmt Personen die Reinhard viel besser als ich gekannt haben.

Ich habe Reinhard das erste Mal an der Generalversammlung der FECTU in England bei Dock Joiner getroffen.

Bei sehr britischem Wetter haben sich Reinhard und ich jeweils nach ein paar Stunden wieder zum Rauchen im Gartenhaus vom Hinterhof getroffen.

Wir beide waren sehr starke Raucher, schlimmer als die Türken. Wie es so üblich ist im Ausland tauscht man sich den Rauchstoff gegenseitig aus . 

Reihard`s Stoff war aber dann doch etwas stark. So blieb es denn bei einer einmaligen Angelegenheit.

Ja das Rauchen war das Eine, das Gespräch aber das andere.

So lernte ich den doch etwas kauzigen Tierarzt mit seinen grossen Füssen und seinem unverkennbaren Gang aber auch besser kennen.

Ueber die Jahre (FECTU AGM) freute ich mich zunehmend, Reinhard zu treffen.

Unsere Gespräche waren nicht nur auf Pferde ausgerichtet. Ich hatte dabei die Gelegenheit Reinhard  und seine Interessen in ganz unterschiedlichen Themen kennen zu lernen.

Was mich dabei immer erstaunt hat war, wie er mir begegnet ist.

In seiner Aussage scharf wie ein Schweizer Militärsackmesser, aber beim Zuhören von meinen Äußerungen konnte er Jahre später wieder am selben Punkt einhaken und die Diskussion weiterführen.

Und dies obwohl Reinhard locker mein Vater hätte sein können, vom Altersunterschied her gesehen.

Ganz besonders ist er mir bei dem FECTU AGM bei uns in der Schweiz in Erscheinung getreten.

Am Rand dieser Feierlichkeiten (20 Jahr Jubiläum der Interessengemeinschaft Arbeitspferde) hat er mir ungefragt ein grosses Kompliment zu den von unseren Pferden gezeigten Leistungen gemacht.

Natürlich fühlte ich mich am Bauch gepinselt, aber wenn  ich ehrlich bin, habe ich erst mit Reinhards Analyse unsere Freibergerrasse richtig kennengelernt.

So verstrichen die Jahre und wir trafen uns in den beschriebenen Abständen.

Der Focus unserer Gespräche  über Pferde führte mich zur Erkenntnis, dass die Landschläge bei den Pferden nicht nur Teil der Regionen und der Biodiversität sind , sondern auch Stolz und das Leben von Traditionen der Züchter sind.

Genau hier liegt der Unterschied gegenüber der Freibergerrasse in der Schweiz was eine ungestüme Zusammenführung von 19 verschiedenen Landrassen ist.

So sind Jahreshauptversammlungen der Freibergerzüchter mehr Bürgerkrieg als das Besinnen auf gemeinsame Ziele.

Mit diesen Gedanken möchte ich mich bei Reinhard bedanken und freue mich, ihn wiederzutreffen und mit unseren geliebten Pferden Ausfahrten zu machen.

Sei dies nun im Himmel oder in der Hölle, Hauptsache die Gesprächspartner sind die Richtigen.

Die Friedenspfeife haben wir bereits miteinander geraucht in England, das müssen wir nicht nachholen.

Viele Grüsse aus der Schweiz

Ernst Rytz (ehemaliger Präsident der Interessengemeinschaft Arbeitspferde)

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